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Jahresbericht 2005




Platjenwerber Gymnastinnen fahren ins Trainingslager, wir sind das erste Mal im Landeskader vertreten, die KK 8 - 10 holt Gold bei der Talentsichtung Nikolausturnier und weitere Titel bei den Bezirksmeisterschaften. Unser Nachewuchs holt weitere Medaillen bei Freundschaftswettkämpfen und auch darüber hinaus, vertreten die SGP - Gymnastinnen die Vereinsfarben erfolgreich. Berlin wurde bewegt, das Lokalfernsehen wird aufmerksam und und und! Doch auch kleine und größere Krisen gilt es zu bewältigen...


Als der offene Kanal Anfang Januar 2006 einen Ausschnitt unseres Weihnachtsschauturnens 2005 in ihrem Programm zeigte, waren wir außerdem zum kurzen Interview wiederholt ins Studio eingeladen. Inmitten des üblichen Smalltalks, in dem ich unsere Arbeit, unsere Mädchen und die RSG in gegebener Kürze auch allgemein vorstellte und mich gerade völlig in meinem Element befand, stieß mir der Moderator eine eigentlich unbedeutende Bemerkung vor den Kopf. Diese Bemerkung - keinerlei Kritik oder etwa eine schwierige Frage - brachte mich kurz aus dem Konzept, da sie mir etwas vorhielt, das mir gar nicht so bewusst war. Der Satz des Moderators "Na, das klingt doch alles sehr optimistisch!", brachte mich auch nach dem Studioauftritt noch zum Nachdenken und ich möchte das Platjenwerber RSG - Jahr 2005 gerne an diesem Begriff Revue passieren lassen.



Die erste Frage die ich mir stellte war natürlich: "Optimistisch, bin ich das tatsächlich?" und "Wenn ja, woher rührt diese Einstellung überhaupt?". Die letzte der beiden Fragen ist die leichter zu beantwortende.

9 regionale und überregionale Wettkämpfe, 10 Auftritte bei verschiedensten Veranstaltungen, 1 mehrtägiges Trainingslager, 2 Trainingswochenenden, mehrere Trainer- und Kampfrichterlehrgänge, die erste Mitgliedschaft im Landeskader, Fernsehauftritte, Pizza essen und viele andere Aktivitäten neben dem Trainingsgeschehen sind die Bilanz unseres Jahres. Dabei alle großen und kleinen Erfolge aufzuzählen würde diesen Rahmen sprengen. Um einen kleinen Überblick zu geben seien allerdings die 5 Gold-, 9 Silber- sowie 5 Bronzemedaillen erwähnt, welche unsere Mädchen bei Einzel-, Mannschafts- und Gruppenwettkämpfen in ganz Norddeutschland mit ihren Leistungen nach Hause holen konnten.





Besonders hervorzuheben sind hier noch mal die Leistungen unserer Gruppen "Kinderklasse 8" mit Vivien, Naike, Michelle, Tina, Sophia, Paulina und Liska (1. Platz Bezirksmeisterschaft, 2. Platz Nikolausturnier), die "Kinderklasse 8 - 10" mit Aleksandra, Jessica, Caterina, Nina, Selina und Jannika (3. Platz Niedersachsen - Cup, 1. (!!!) Platz Nikolausturnier) sowie die "Schülerwettkampfklasse" mit Janina, Pia, Carolin, Michelle, Jessy und Kim (2. Platz Niedersachsen - Cup, 3. Platz Bundesoffenes Turnier Halle/Saale).



Über diese Umstände sind wir besonders glücklich, konnten wir doch zum ersten Mal auch einen deutlichen Schwerpunkt bei den Gruppen setzen.



Bei den Einzelstarterinnen machte u.a. Jessica nicht nur in Niedersachsen auf sich aufmerksam - auch als Landeskadermitglied. Sie konnte unsere erste Starterin überhaupt in der Leistungsklasse sein und glänzte als Bezirksmeisterin, jüngste Teilnehmern der Landesmeisterschaften, mit anderen Gymnastinnen Niedersachsens als Silbermannschaft beim norddeutschen "Nordlichter-Pokal", mit Selina als Siegermannschaft beim Blümchenpokal (unserem ersten Vergleich mit Nord - Bremern, bei dem unsere Mannschaften kräftig abräumten) und zuletzt nach Verletzungspech als trotzdem sehr gute 2. des Nikolausturnieres in Hannover. Nina konnte bei den Kleinsten auf sich aufmerksam machen. In einem starken Feld konnte sie sich den Bezirkstitel sichern, sich mit Tina über den Sieg des Blumenthaler Blümchenpokals freuen und zuletzt bei den inoffiziellen Landesmeisterschaften der Kinderklassen - das Nikolausturnier in Hannover - mit einem 3. Platz unter 23 Starterinnen auch ein Lob von der Landesfachwartin einheimsen.



Naike konnte sich über den Bezirksvizetitel freuen, die weiteren Mannschaften Aleksandra/ Caterina (Platz 3) und Carolin/ Kim (Platz 3) in ihren Klassen beim Nachwuchsturnier des BTV überzeugen.





Man bemerke zudem, dass als unsere Konkurrenz hierbei auch die Landesstützpunkte wie Braunschweig, Obernjesa und Hannover vertreten sind. Und dabei sind noch viele vordere Platzierungen in sehr großen Starterfeldern nicht erwähnt.





Angesichts dieser ansehnlichen Erfolge gemessen an unserem jungen Spartenalter und unseren Voraussetzungen ist jeder Optimismus wohl verständlich. Warum aber brachte mich dieser Satz so sehr ins Wanken, so dass ich erst selbst gar nicht daran glauben konnte?





Keinesfalls ist unsere Arbeit nach zwei Stunden in der Halle getan. Keinesfalls sind unsere Aufgaben mit ein bisschen Vor- und Nachbereitung der Trainingseinheiten getilgt. Die Arbeit hinter den Kulissen nimmt wohl die meiste Zeit ein (was bei den Trainingszeiten gar kein Wunder ist;). Das heißt zum einen natürlich, dass sich Trainer immer weiterbilden und eine Menge logistische und organisatorische Arbeit erledigen müssen - was aber natürlich auch Spaß macht. Das heißt auch, dass die Sorgen unserer Mädchen im besten Falle auch unsere Sorgen sind und damit uns auch immer beschäftigen - was auch Teil der wunderschönen Arbeit in unserer Sportart ist. Das heißt weiterhin, viele Termine, ausgebuchte Wochenenden, viele Fahrtkosten, viel organisatorischer Aufwand, viele Telefonate .....







Durch eine gute und zum Teil sogar freundschaftliche Zusammenarbeit mit Eltern, Mädchen und vielen Helfern tut das dem Optimismus trotzdem höchstens kurzzeitig Abbruch.



Was mich vielmehr an meinem offensichtlichen Optimismus hat zweifeln lassen, sind die leider auch immer wieder zu erlebenden Rückschläge und Enttäuschungen. Auch wenn wir dankbar für 2 Stunden mehr Training sind, hat das trotzdem den Nachteil, dass wir mittlerweile mit allem Equipment durch drei verschiedene Hallen in der Umgebung tingeln müssen - dass die Kinder von den Eltern in weiter entfernte Hallen zum Training gefahren werden müssen ist schon lange Alltag. Zwei Gruppen können leider gar nicht mehr in den Genuss unseres Teppichs kommen. Und wie wohl überall ist das Geld knapp, wobei wir uns in diesem Jahr durch elterliche Bemühungen auch wieder über einen freundlichen Sponsor freuen konnten. Neben dem Training arbeiten wir vor allem daran, unseren Mädchen optimale Voraussetzungen zu bieten und setzen uns in großem Maße für ihre Belange ein - denn mit steigendem Alter der Gymnastinnen offenbaren sich ihnen größere Wettkampfperspektiven und wir haben in Zukunft noch viele Ziele, welche nur bei herzlicher Atmosphäre und optimalem Training erreicht werden können.



Auch wenn es hin und wieder Enttäuschungen gibt, geben unsere Mädels, ihre Eltern (und auch unsere Eltern - wir sind ja ein recht junges Trainergespann) mit ihren Leistungen, ihrer Freude am Sport, ihrer Hilfe und Unterstützung uns immer wieder allen Grund für besagten Optimismus und so wollen wir auch in Zukunft immer wieder jedem Stein im Weg die Stirn bieten:-))





"Leider" passen nicht mehr alle unsere Ergebnisse und Aktivitäten in unseren Jahresbericht, wer sich weiterhin informieren möchte, dem sei unsere Internetpräsenz ans Herz gelegt (www.rsgplatjenwerbe.de).

Und natürlich ist immer auch Nachwuchs gesucht! Mädchen der Jahrgänge ´98 - ´01 können mittwochs, 14.30 - 15.30 Uhr bei Anna in unsere Sportart schnuppern. Wir wünschen für das Jahr 2006 viel Spaß, Glück, Erfolg und eine Menge Optimismus an und mit der RSG und freuen uns auf viele schöne Erlebnisse mit unserer Abteilung!

Anna, Gina und Sabrina






 

 
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